Gardega
Einen solchen Fluss finden Sie sonst nirgendwo im nördlichen Polen. Er ist schnell und scheint die kleine Schwester von Dunajec zu sein, bloß ohne Felsen, dafür aber mit Wald. Und doch erinnert die Szene ans Gebirge – und das wegen der tiefen Schlucht, deren Gefälle 45 Grad erreicht. Von hier aus eilt Gardęga zum Treffen mit einem anderen temperamentvollen Fluss – Osa. Der erstere wird manchmal auch als Gardeja oder Jardęga bezeichnet.
Seine Quellen brechen in der Nähe von Susz heraus. In ihrem ganzen 53 km langen Lauf schlängelt er sich durch die südwestlichen Ränder der Seeplate Iławskie, die Woiwodschaft Ermland-Masuern und Kujawien-Pommern (auf dem Gebiet der letzteren: 19,0 km). Über der Mündung von Gardęga in die Osa sieht man einen hohen Hügel, auf dem Ruinen einer Kreuzritterburg über ihre Geheimnisse wachen.
„Wilde Schönheit“, „ein Fluss mit Krallen“, „Wassermühle“ – es sind nur wenige von den zahlreichen Loben, mit denen die Paddler den unteren Lauf des Flusses verliehen haben. Es handelt sich dabei um nicht mehr als 9 km. Zuvor windet er sich durch Wiesen und Seen.
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Fahrten für kleine Gruppen werden erst seit 2008 organisiert. Früher scheint niemand diesen doch kleinen Fluss gekannt zu haben. Doch Vorsicht: er eignet sich keinesfalls für Familienfahrten! Auf Gardęga soll man mit einem Gebirgskajak und Erfahrungen von einfacheren Gewässern kommen.
Bewährte Paddler brauchen für den Fluss 4 bis 5 Stunden.
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Sehenswürdigkeiten
• Szembruk (9,0 km). Das Dorf hat sich in die Karten der Geschichte dank dem Privileg des Landmeisters des Deutschen Ordens, Konrad von Sack, von 1306 eingetragen. Die hiesige St. Bartholomäus-Pfarrkirche stammt von 1716 (die erste wurde schon im 13. Jahrhundert errichtet). Es handelt sich um eine Holzkonstruktion auf Untermauerung. Die Innenräume sind von barocker Polychromie verziert. Zu deutschen Zeiten hießt der Ort Schönbrück – Schöne Brücke über Gardęga.
• Rogóźno – Zamek (0,2) ist ein Ort an der Mündung der Gardęga in die Osa (detaillierte Beschreibung siehe Osa). Auf der Gardęga, neben einer abgebrannten Mühle aus der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts befindet sich eine alte Schwelle, gefährlich wegen der dahinter stehenden Pfähle.
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