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The Official Tourism Website of Kujawsko-Pomorskie Province

Notec - Netze

Der Fluss (388 km lang) nimmt seinen Anfang im See Brdowskie, in der Nähe von Izbica Kujawska. Es ist die Grenze der Woiwodschaften Kujawien-Pommern und Großpolen. In seinem oberen Lauf fließt er durch die Woiwodschaft Großpolen, im mittleren durch Kujawien-Pommern; sie stellt die natürliche Grenze von drei geografischen Regionen dar: Kujawien, Großpolen und Pommern. Im Unterlauf fließt Noteć durch die Woiwodschaften Großpolen und Lebus, um letzten Endes in die Warthe zu münden. 

Ab dem Punkt, an dem Noteć in den Kanal Warthe-Gopło mündet, ändert sich diametral ihr Charakter: Sie wird zu einem schiffbaren Fluss. Die Netze wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von den Preußen reguliert, die ihren Lauf verkürzt und wesentlich verändert haben. Der Fluss teilt sich in Abschnitte, denen unterschiedliche Namen verliehen wurden, je nach Verlauf und Schnelligkeit. Auch die Kanäle der Netze erhielten ihre eigenen Namen. Im mittleren Lauf wurde der Kanał Górnonotecki geführt, der in den Bromberger Kanal mündet. Die Netze erhält seinen Namen erst in Nakło zurück. 

Der schiffbare Abschnitt von Noteć stellt im größten Teil eine Verbindung zwischen der Warthe in der Nähe von Konin und... der Warthe bei Santok dar, er ermöglicht aber vor allem den Schiffen, von der Warthe zur Weichel über den Bromberger Kanal und die untere Brda zu fahren. Aus diesem Grunde werden de Kilometer auf jedem Abschnitt neu gezählt. 

Die Netze auf dem Gebiet der Woiwodschaft Kujawien-Pommern ist vor allem historisch interessant, hängt mit den Anfängen des polnischen Staaten zusammen: mit dem Fall der Dynastie der Popieliden und der Eroberung der Macht vom Piast dem Stellmacher, dem Stammvater des königlichen Piastengechlechts. Kruszwica, wo sich die für die polnische Geschichte so folgenschwere Ereignisse abgespielt haben sollen, gibt es auch ein Zentrum für Wassersport, vor allem Rudersport und Segeln. Die Stadt liegt ja an dem großen und malerischen See Gopło. 

Aufgrund der Länge der Netze beschränkt sich unsere Beschreibung auf einige Sehenswürdigkeiten auf dem Gebiet von Kujawien-Pommern, doch mit zwei Ausnahmen – den kleinen Ortschaften im östlichen Großpolen: Noć und Warzymowo. Es handelt sich um wenig bekannte, doch auf der historischen Landkarte wichtige Orte.


Sehenswürdigkeiten


• Noć an der oberen Netze, in der Nähe deren Mündung in den Kanal Ślesiński, befand sich früher an der südlichen Bucht des Sees Gopło. Einer alten Legende nach soll hier Rzepicha gelebt habe, die künftige Frau von Piast dem Stellmacher. Noć war eine Stadt, die allerdings ihre Bedeutung nach der Eroberung durch die Kreuzritten eingebüßt hat. 

• Warzymowo liegt heute am Kanal Ślesiński, aber im Frühmittelalter reichte Gopło auch bis hierher. In der hiesigen Burg soll Piast der Stellmacher geboren worden sein. Von hier aus pflegte er wohl mit seinem Boot nach Noć zu fahren, zu Rzepicha. Weitere Legenden besagen, dass Rzepicha in der Kirche in Warzymowo einen Schatz versteckt habe. Falls es stimmen soll, dann muss es eine andere gewesen sein. Alle Ungewitter der Geschichte hat nur die gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert überstanden. Relikte der Burg Goplan und der darauf später errichteten Burg befinden sich in einem kleinen Hügel am Kanal. 

• Das uralte Kruszwica liegt entlang des nördlichen Ufers des riesigen Sees Gopło. Hier soll Polen geboren worden sein. Sicher ist nur, dass Kruszwica die Hauptstadt des Polanenstammes war, regiert von der Dynastie der Popieliden. In der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts, nachdem der letzte Popiel (der in einem von Aufrührern belagerten Turm von Mäusen gefressen worden sei) umgestürzt worden war, wurde die Macht vom Piast dem Stellmacher, dem Begründer der königlichen Dynastie übernommen. Die Goplanen und Polanen haben die Grundsteine für den polnischen Staat gelegt. Kruszwica wird also für die erste, legendäre Hauptstadt Polens gehalten. Unter der Herrschaft Bolesław des Tapferen, wahrscheinlich um 1013, wurde Kruszwica zum Sitz des Bistums Kujawien (bis 1123). Über dem See Gopło ragt der 32 m hohe Mäuseturm. Es handelt sich um Überreste eines Schlosses aus dem 14. Jahrhundert und das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Doch Kruszwica darf über ein noch viel älteres Gebäude stolz sein – die monumentale romanische Peter- und Paul-Kollegiatskirche, errichtet im damaligen Dorf Grodztwo auf dem östlichen Ufer des Sees. Das Gotteshaus wurde wohl zu Zeiten Bolesław des Schiefmunds, in den Jahren 1120-1140 errichtet, auch wenn manche Forscher die Entstehungszeit noch um mehrere Dutzend Jahre vorschieben. Es kann sich also um eine ehemalige Domkirche handeln. 

• In Pakość gab es schon im 13. Jh. eine Burg, die die hiesige Netzefurt verteidigte. Im Jahre 1332 muss es schon wohl eine gemauerte Burg gewesen sein, wenn sie als einzige dem Überfall des Deutschen Ordens standhalten konnte, der damals Kujawien und Großpolen verwüstete. Spätere Eigentümer befestigten die Burg noch weiter. Bis heute sind Fragmente dieses Gebäudes erhalten geblieben, teilweise beim Bau der Kirche Bonaventura und des Klosters adaptiert, die für die 1631 in die Stadt geholten Franziskaner errichtet wurden. Die Mönche haben auch die damals vom Priester Wojciech Kęski von den Mitteln der Familie Działyński Kalwaria (Golgota) zu Pakość unter ihre Obhut genommen. Den Weg darauf wurde so abgesteckt, dass er möglichst an Jerusalem erinnert. Von den 25 Kapellen wurden nur zwei vor 1647 errichtet; die sonstigen stammen aus der Wende des 17. und 18. Jahrhunderts. 

• Barcin (48,0 km). Auf den Karten der Geschichte gibt es den Ort seit 1215. Im 12. Jhs. wurde hier die erste Pfarrkirche erbaut. Im Jahre 1541 erhielt Barcin die Stadtrechte. Die heutige Pfarrkirche wurde in den Jahren 1901-03 errichtet. 

• Lubostroń (37,0 km) liegt auf dem rechten Ufert, ca. 1 km vom Fluss entfernt. Der Ort ist durch den 1800 errichteten klassizistischen Palast des Grafen Skórzewski berühmt, wohl einen der schönsten Paläste in Polen. Das Bauwerk wurde der italienischen Villa Rotonda aus Vicenza nachgebildet. Die Kuppel des Palastes ist durch eine bronzene Statue von Atlas gekrönt. Den Säulensaal verzieren Wappen mit dem polnischen Adler und die litauische Pahonia sowie mit Flachreliefen zum Thema Beziehungen zwischen Polen und dem Deutschen Orden. 

• Łabiszyn (31,0 km). Die wertvollsten Baudenkmäler dieser kleinen Stadt sind Kirche und Kloster von 1594, über dem rechten Ufer des Flusses emporragen. In der Krypta unter dem Fußboden ruhen Mitglieder der Grafenfamilie Skórzewski, Eigentümer des Gutshofs im nah gelegenen Lubostroń. Auf dem Kirchenfriedhof findet man eine Gruft der Herzöge von Radziwiłł. Die Altstadt wurde auf einer Insel gebaut und konnte ihren mittelalterlichen Grundriss aufrechterhalten. 

• Auf der Höhe des Ortes Dębinek (16,0 km) kreuzen sich der Kanal Górnonotecki mit der Alten Netze. Die Kähne können ausschließlich geradeaus fahren – auf dem Kanal. Die Paddler dürfen links einbiegen, in die Alte Netze, auf diesem Abschnitt auch als Rynarzewska oder Mittelnetze bekannt. Von hier aus sind es 22 km nach Nakło. 

• Chobielin (5,0 km vor Mündung der kanalisierten Unteren Netze) ist die interessanteste Ortschaft an der Alten Netze. Den Quellen gemäß gab es hier schon 1572 einen Gutshof mit Mühle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Hof von der deutschen Familie Falkenberg übernommen (ein kleiner Friedhof dieses Geschlechts ist immer noch vorhanden). Von dieser Zeit stammt auch das Fachwerkgebäude der Mühle. Das umzäunte Gebiet auf dem linken Flussufer ist die berühmte „Kommunismusfreie Zone“, von Radek Sikorski schon gegen das Ende der 80er Jahre so gekennzeichnet. Der Politiker (Außenminister in der Regierung Donald Tusk) lebt im hiesigen Gutshof aus dem 19. Jahrhundert. 

• Nakło (139,0 km), hiet beginnt das Netzetal. Von hier stammt Rafał Blechacz, Gewinner des Chopin-Wettbewerbs.


Paddeltourveranstalter:


Fahrt auf Kanal Ślesiński in den Tagen vom 30.04 bis 3.05 auf der Strecke Konin – Kruszwica. Veranstalter: Włocławski Klub Wodniaków (Wassersportlerclub zu Włocławek) PTTK, www.wkw.wloclawek.pttk.pl 


RTW „Bydgostia” - Sekcja Turystyki Kajakowej, ul. Żupy 4, 85-026 Bydgoszcz, Tel. 0048 52 371-27-60, Telefonnummer: Zdzisław Piętka – 0048 508 167-525. 
Email Adresse: stk@bydgostia.org.pl  

Der Club organisiert die Paddelboot-Jubiläumstour auf den Spuren unserer Urväter, 2.-6.2010, auf der Strecke Kruszwica – Bydgoszcz.


Brda

Wda

Wisla (Weichsel)

Drweca

Notec

Gardega

Goplo See

Brda Brahe Bydgoszcz Bromberg ein Fluss im nordwestlichen Polen

Wda Fluss kajak Swiecie

Wisla Weichsel kajak

Drweca Polen kajak

Notec Netze fluss Polen Pommern Kujawien

Gardega Fluss Polen

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