Drweca
Gewunden, wild, manchmal ruhig, dann wieder reißend, schlängelt sich der Fluss zwischen den eng aneinander liegenden Ufern des Urstromtals – so ist Drweca, ein rechter Nebenfluss der Weichsel. Von dem Blickpunkt eines Paddlers kann er als einfach eingestuft werden.
Charakteristisch für diese Strecke sind auch ehemalige Burgen und befestigte Städte des Deutschen Ordens, Stützpunkte für die weitere Eroberung der heidnischen Preußen, die dann auch Feldzüge gegen Polen, das Dobriner Land, möglich machten. Die bekannteste Befestigung befindet sich in Golub-Dobrzyń.
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Nach Brda und Wda wird Drwęca für die drittschönste Paddelstrecke der Region Kujawien-Pommern gehalten. Bevor der Fluss abee vor Brodnica die Grenzen dieser Region passiert, fließt er durch die Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Seinen Anfang nimmt er zu Füssen der Hügel Dylewskie, in einer Höhe von 192 m ü. d. M. Aus seiner ganzen Länge (219 km, darunter 117 km in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern) ist er im Rahmen des Naturschutzgebietes „Rzeka Drwęca“ geschützt. Dieser Schutz umfasst vor allem Forelle, Lachs, Öringe und Zärte.
Die Fahrt kann man in Rychnowska Wola einleiten (210 km vor der Mündung), es entscheiden sich dafür aber nur wenige. Der Fluss ist hier eng, seicht, an vielen Stellen dicht mit Schliff bewachsen. Ohne größere Schwierigkeiten fließt man von hinter Idzbark aus, wo die Drewenz von ihrem Nebenfluss, Grabiczek, bespeist wird.
Volle Fahrtfreiheit gibt es aber erst ab der Anlegestelle an dem See Drwęckie in Ostróda. Dieselbe, von der Passagierschiffe auf Fahrten in den Oberländischen Kanal und zu den berühmten geneigten Rampen aufbrechen.
Die Drweca-Route hat nur einen einzigen Nachteil: schwache touristische Infrastruktur. Manche halten ihn allerdings für einen Vorteil. Man doch wohl sagen, es habe sich hier sei der Herrschaft des Deutschen Ordens herzlich wenig geändert.
Den Ausflug auf Drwęca kann man noch attraktiver gestalten, indem man über den Brodzki Deich auf die wunderschöne Brodnickie Seeplatte fährt. Dort kann man die Waldseen und die sie verbindenden Bäche tagelang befahren.
Unser Abenteuer kann in jeder der kleinen Städte am Fluss enden oder – nachdem man an Złotoria vorbeigefahren ist – noch 6 km die Weichsel runterfahren, bis zur Altstadt von Thorn.
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Sehenswürdigkeiten• Ostróda (191 km vor der Mündung) - eine 35.000 Einwohner zählende Stadt, genannt „die Perle der Masuren“. Innerhalb der Stadtgrenzen gibt es ganze fünf Seen, darunter der größte und schönste: Drwęckie. An diesem See sind auch die Anlegestellen, Landungsstege, Molen mit Cafés und Pubs eingerichtet. Die Besucher können Hotels, Ferienhäuser, Pensionen, Ferienbauernhöfe und Campingplätze in Anspruch nehmen. Im Jahre 1349 begann der Komtur des Deutschen Ordens, Günter von Hohenstein, mit dem Bau einer gemauerten Burg. Nach der Schlacht bei Tannenberg wurden in der hiesigen Burg auf Befehl König Władysław Jagiełło die Gebeine des Hochmeisters Ulrich von Jungingen vor der Beförderung nach Marienburg aufbewahrt. Bis in unsere Zeit hinein sind drei Flügel des Gebäudes erhalten geblieben.
• In Samborowo (175 km) bemerken die Paddler ein Gebäude aus roter Ziegel, die seit 1870 die Bahnbrücke und das Stauwerk bewacht. Es handelt sich um ein ehemaliges preußisches Blockhaus, also ein kleines Befestigungsgebäude.
• Bratian (142 km) liegt an der Stelle, wo in die Drwęca mit zwei Armen der linker Nebenfluss Wel mündet. Auf der Insel zwischen den zwei Armen haben die Kreuzritter in der Mitte des 14. Jahrhunderts eine Burg errichtet. Ihre Überreste wurden zum Bau einer Mühle genutzt.
• In Nowe Miasto Lubawskie (136,5 km) kann man gut erhaltene Fragmente von mittelalterlichen Wehrmauern besichtigen. Über der Stadt ragt ein riesiger Turm der gotischen Pfarrkirche empor.
• Kurzętnik (128 km) kann auf seine malerischen Ruinen des Schlosses der pomesanischen Bischöfe aus dem Ende des 13. Jahrhunderts stolz sein. Von dem Schlossberg (63 m über dem Flussspiegel) erstreckt sich eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und das Flusstal.
• Tama Brodzka (100 km) ist ein kleines Betonstauwerk, mit dem ein konstanter Spiegel des Sees Bachoten erhalten wird. Die Stelle kann man von Drwęca erreichen, indem man die Mündung des Flusses Skarlanka hinauffährt. Es ist der Anfang (von Drwęca aus gesehen) der östlichen Rinne der Brodnicki Seeplatte.
• Brodnica (89 km) hat durch ihre Wehrmauern, Basteien, die gotische Pfarrkirche und das Schloss den mittelalterlichen Charakter beibehalten. Es lohnt, einen kleinen Spaziergang zu dem dreieckigen Markt zu machen, den Palast von Anna Wazówna zu besichtigen oder den Turm der Kreuzritterburg zu besteigen. Zu der Zeit der teutonischen Ritter war der Name von Brodnica... Strasburg. Der polnische Name weist aufdie in der Nähe befindliche Furt.
• Golub - Dobrzyń (45 km) ist berühmt durch das Schloss von Anna Wazówna, das über der Stadt emporragt, durch die Silvesterabendbälle, die darin veranstaltet werden, sowie durch internationale Ritterturniere. Das Schloss wurde von den Rittern des Deutschen Ordens in den Jahren 1296-1306 erbaut. Sie haben die Stadt auch mit Wehrmauern umgeben, die größtenteils bis heute erhalten geblieben sind.
• Lubicz (11,5 km) war schon im Mittelalter durch seine den Kreuzritter am gehörende Wehrmühle berühmt. Heute werden die Gewässer von Drwęca in diesem Ort bei Thorn zweimal durch Stauanlagen verlangsamt.
• Złotoria (1,0 km) - vom Wasser aus ist zuerst der schlanke Turm der neugotischen Kirche zu erblicken, die doch in einer bestimmten Entfernung von dem Fluss steht. Hinter der Straßenbrücke an der rechten Seite befindet sich das Ethnographische Museum mit einem Freilichtteil auf dem Gebiet eines ehemaligen Fischerhofes. An der Mündung der Drwęca in die Weichsel verbergen sich im dichten Gebüsch Ruinen eines Schlosses, dass diese Ländereien vor Begehren der Kreuzritter verteidigte. Vor dem Schloss kam es 1377 zu einem dramatischen Ereignis: Kazik Słupski (Kazimierz V), ein Enkel von Kazimierz dem Großen und polnischer Thronbewerber, wurde mit einem Stein in den Kopf getroffen und verschied einige Zeit später in Bydgoszcz.
Paddellbootverleih, Tourveranstalter
Mobil 0048 609 977 020.
Das Unternehmen bietet Paddelbootfahrten auf der Drewenz. Wochenendfahrten können auf einem beliebigen Abschnitt des Flusses auf der Strecke von Golub-Dobrzyń nach Toruń und von Brodnica nach Golub-Dobrzyń stattfinden; Tagesfahrten aus Lubicz nach Złotoria und nach Toruń.
Es gibt die Möglichkeit, Paddelbootfahrten auf anderen Flüssen von Pommern und Kujawien zu organisieren: auf Brda, Wda, Skarlanka, Wel und – für etwas erfahrenere Paddler – auf der Weichsel.
Das Unternehmen spezialisiert sich in Extremfahrten.
Preise: touristische und Spazierfahrten in Zwei-Personen-Booten aus Polyethylen – 30 Tage pro Tag, in Ein-Mann-Booten vom Typ „sit-on-top“ – 25 PLN. Paddel und Rettungsjacke im Preis inbegriffen. Für einen Tag Extremfahrt mit Kajak vom Typ Chopper, Speedo oder Bert werden 40 PLN pro Tag erhoben. Im Preis inbegriffen: Schutzhelm, Spezialpaddel vom Typ „soft grip“ und wasserdichte Schürze für das Cockpit.
Voraussichtliche Kosten der Beförderung von Geräten: 1,50 bis 2 PLN pro km.
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• Agencja WIR in Toruń,






















